Wer auch bei Kuchen eher auf die inneren Werte schaut und nicht nur auf die Optik, der wird mit dem Exemplar, das ich euch heute vorstelle sehr glücklich werden! Man braucht keine Kuchenformen, muss nichts umständlich zuschneiden oder drapieren und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Meiner Meinung nach bringt die Crostata einen schönen rustikalen Hauch auf den Kuchenteller und begeistert (mich zumindest) durch die tolle Kombination von weichen, aromatischen Früchten und buttrigem Teig mit einer leichten Kruste. Ein weiterer Pluspunkt: Vielseitigkeit. Ihr könnt eure Crostata nach Herzenslust füllen, eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Probiert verschiedene Kombinationen von Früchten, Gewürzen und Nüssen aus, die euch passend erscheinen und lasst euch von den Ergebnissen überraschen 🙂

Für diejenigen, die sich fragen, was der Unterschied zwischen einer Crostata und der allseits beliebten Galette ist: Es gibt nicht so wirklich einen. Die Galette ist die französische Schwester der italienischen Crostata, es ist also ein rein sprachlicher Unterschied!

Hier nun die Zutaten, aus denen ihr dieses wundervolle Gebäck zaubern könnt:


200gr Butter

225gr Weizenmehl

45gr Polenta

100 gr Zucker

Schale von einer Zitrone (abgerieben)

¾ TL Salz

80ml eiskaltes Wasser

15gr Speisestärke

5 Weinbergpfirsiche

300 gr schwarze Johannisbeeren

1 Ei, verquirlt


Für den Teig stelle ich mir gern alle Zutaten bereit, damit ich ihn so schnell wie möglich fertig bekomme, da er schnell sehr weich wird, wenn man ihn zu lang bearbeitet.

Legt die Butter am besten für 15 Minuten in das Tiefkühlfach, damit ihr sie später besser zerkleinern könnt. In einer mittelgroßen Schüssel werden Mehl, Polenta, 50gr des Zuckers, die Zitronenschale und das Salz vermischt. Die Butter muss nun in kleinen Würfeln oder Stückchen dazu gegeben werden (ich habe mit dem Messer kleine Flöckchen von der tiefgekühlten Butter abgeschabt, dann geht das Vermengen hinterher schneller). Nun verknetet und zerkleinert ihr alles mit den Fingerspitzen.

Jetzt müsst ihr das Wasser dazu geben und alles zügig mit den Händen vermengen. Der Teig soll keinesfalls perfekt sein: Sobald sich eine Masse geformt hat und das ganze Wasser verarbeitet ist, ist er fertig.

Jetzt braucht ihr ein rundes Brett oder einen Teller (etwa 15cm Durchmesser), den ihr mit ausreichend Frischhaltefolie bedeckt. Streut etwas Mehl darüber und drückt euren Teig darauf mit den Finger zu einer Scheibe flach, die den Teller bzw. das Brett ausfüllt. Bedeckt das Ganze mit Frischhaltefolie und stellt es für 1 Stunde in den Kühlschrank.

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In der Zwischenzeit bereitet ihr die Füllung vor. Schneidet die Pfirsiche in Spalten und gebt die gewaschenen und abgetupften Beeren dazu. Vermischt die Stärke und die restlichen 50gr Zucker miteinander und gebt die Mischung zu den Früchten. Vermengt alles vorsichtig mit einem Löffel und lasst die Früchte für die restliche Zeit ziehen.

Heizt den Ofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vor. Nehmt ein Backblech mit Backpapier zur Hand und bestreut es leicht mit Mehl. Rollt euren Teig nun darauf zu einer Scheibe aus (etwa 34cm Durchmesser, die Form ist dabei egal, es muss nicht perfekt rund oder oval sein.)

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Gebt nun die Früchte und etwas vom ausgetretenen Saft in die Mitte des Teiges und verteilt sie dort gleichmäßig. Lasst dabei einen 5cm breiten Rand frei. Dieser Rand wird nun zu den Früchten hin umgeklappt und leicht angedrückt. Bepinselt den Rand nun mit dem verquirlten Ei.

Auf mittlerer Schiene wird die Crostata etwa 30 Minuten gebacken, bis der Rand schön goldgelb ist und die Füllung leicht köchelt. Vor dem Servieren abkühlen lassen und entweder pur oder mit Schlagsahne genießen.

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Ein weiterer Vorschlag für die Füllung: Pfirsiche, Aprikosen und Mandeln! Ihr könnt natürlich auch Gemüse verwenden, lasst dabei den Zucker und die Zitronenschale im Teig weg (ihr könnt stattdessen Kräuter verwenden, wenn ihr Lust habt).

Viel Spaß mit diesem unkomplizierten und doch so leckeren Rezept!

 

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4 thoughts on “Weinbergpfirsich-Johannisbeeren-Crostata

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